Nottuln, Bundestraße 525 (ots). Am Sonntag, 21.08.2011 gegen 01.10 Uhr ereignete sich in Nottuln auf der Bundesstraße 525 ein schwerer Verkehrsunfall mit tödlichem Ausgang. Der Unfallverursacher entfernte sich unerkannt von der Unfallstelle. Gestern wurde bei der Polizei in Coesfeld zur Aufklärung dieses Falles die “Ermittlungskommission 525″ eingerichtet. Durch umfangreiche Medienarbeit wurde der Druck auf den unfallflüchtigen Fahrer erhöht. Die Fahndungsmaßnahmen wurden daher überregional weitergeführt.
Am gestrigen Abend gegen 21.30 Uhr meldete sich ein Zeuge bei der Leitstelle der Polizei in Borken. Dieser gab an, dass sich ein Bekannter bei ihm mit dem Hinweis gemeldet hätte, den Unfall in Nottuln vermutlich verursacht zu haben. Bei dem Mann handelt es sich um einen 50-jährigen Mann aus Stadtlohn, der anschließend in der Wohnung eines Freundes, nicht an der Wohnanschrift des Hinweisgebers, in Stadtlohn widerstandslos vorläufig festgenommen wurde. Er machte in einer ersten Vernehmung noch in der Nacht Angaben zum Sachverhalt und zum Standort des Unfallfahrzeuges. Demnach sei er in der Unfallnacht auf dem Rückweg von Rinkerode in der Nähe von Münster nach Stadtlohn gewesen. An der Unfallstelle habe er lediglich einen lauten Knall vernommen, die Windschutzscheibe habe anschließend ein Loch aufgewiesen. Da er angenommen habe, ein Wildtier habe den Knall verursacht, habe er seine Fahrt ohne anzuhalten in Richtung Stadtlohn fortgesetzt. Eine Personengruppe oder einzelne Personen habe er nach eigenen Angaben nicht bemerkt. Nach eigenen Angaben habe er zur Unfallzeit keinen Alkohol oder Drogen konsumiert. In Stadtlohn angekommen stellte er sein Fahrzeug, einen blauen Kleinwagen, zunächst bei seinem Bekannten ab, bei dem er auch übernachtete. Er wollte sich erst am folgenden Tag um das Fahrzeug kümmern. Auf Empfehlung eines anderen Freundes wurde das Fahrzeug dann am Sonntag in eine Werkstatt in Stadtlohn transportiert, die Frontscheibe wurde dabei mit einer Folie abgedeckt.
Am Montag ging er dann zunächst seiner Arbeit nach, anschließend traf er sich am frühen Abend mit seinem Freund, bei der er auch am Sonntag übernachtet hatte. Beim gemeinsamen Fernsehabend wurde er durch einen Fernsehbericht auf den Unfall in Nottuln aufmerksam und will erst jetzt realisiert haben, dass er möglicherweise diesen Unfall verursacht haben könnte. Er rief daher einen Bekannten an, der ihm riet, sofort die Polizei zu informieren. Man verständigte sich darauf, dass sein Bekannter die Polizei anrufen würde, er würde auf das Eintreffen der Beamten in der Wohnung seines Freundes warten. Hier wurde er dann auch festgenommen und an die Ermittlungskommission überstellt. Das Fahrzeug wurde zwischenzeitlich sichergestellt und wird derzeit von einem Sachverständigen untersucht. Nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft Münster wird der Unfallverursacher im Tagesverlauf aus dem Gewahrsam entlassen. Seinen Führerschein gab er freiwillig bei der Polizei ab. Weitere Auskünfte erteilt die Staatsanwaltschaft Münster, Oberstaatsanwalt Wolfgang Schweer, Telefon 0251-4942415.
Weitere Meldung:
Nottuln (ots). Am Sonntag, 21.08.2011 gegen 01.10 Uhr ereignete sich in Nottuln auf der Bundesstraße 525 ein schwerer Verkehrsunfall mit tödlichem Ausgang. Der Unfallverursacher flüchtete unerkannt von der Unfallstelle. Mit sofortiger Wirkung wurde bei der Polizei in Coesfeld zur Aufklärung dieses Falles die “Ermittlungskommission 525″ eingerichtet. Eine Befragung der Unfallzeugen und intensive Spurensicherungsmaßnahmen an der Unfallstelle ergaben nun erste Hinweise. So konnte ein Lacksplitter mit blauer Farbe gesichert werden, der möglicherweise mit dem Unfall in Verbindung zu bringen ist. Zusätzlich wurde ein Bruchstück einer Kennzeichenumrandung aufgefunden. Auf dem Bruchstück waren Fragmente eines Ortsnamens zu erkennen. Der Ort liegt nicht im Zuständigkeitsbereich der Kreispolizeibehörde Coesfeld. Ob dieses Bruchstück und der Lacksplitter tatsächlich vom flüchtigen Fahrzeug stammen, müssen die weiteren Ermittlungen ergeben. Aus ermittlungstaktischen Gründen können weitere Angaben dazu derzeit nicht gemacht werden.
Zeugenvernehmungen lassen die Vermutung zu, dass andere Autofahrer, die sich bislang noch nicht bei der Polizei gemeldet haben, die achtköpfige Personengruppe, zu der auch der Verstorbene gehörte, kurz vor dem Unfall noch am Fahrbahnrand der Bundesstraße 525 gesehen haben. Diese Autofahrer und alle weiteren Zeugen werden daher dringend gebeten, sich mit der Polizei in Coesfeld über das ab sofort freigeschaltete Bürgertelefon mit der Rufnummer 02541 14-444 in Verbindung zu setzen.
Im Rahmen der Obduktion, die derzeit noch stattfindet, wurden bei dem Unfallopfer Glassplitter aufgefunden. Vermutlich ist das flüchtige Fahrzeug im Frontbereich, an der Windschutzscheibe und im Dachbereich massiv beschädigt. Mit endgültigen Obduktionsergebnissen ist nicht vor morgen zu rechnen.
Da die Bundesstraße 525 quer durch den Kreis Coesfeld bis in der Niederlande verläuft und direkt von der Autobahn A 43 erreicht werden kann, ist nicht auszuschließen, dass der flüchtige Unfallfahrer nicht aus dem Kreis Coesfeld stammt. Die Polizei sucht weiter intensiv nach einem dunklen PKW, Kleinwagen bis Mittelklasse, näheres ist derzeit nicht bekannt.
Ursprungsmeldung:
Nottuln (ots). Sonntag, (21.08.2011, 01.10 Uhr). Ein 18-jähriger Mann aus Nottuln wollte in Höhe eines Industriegebietes außerhalb geschlossener Ortschaft die Bundesstraße überqueren und wurde dabei von einem stadteinwärts fahrenden Pkw erfasst und zu Boden geschleudert. Der Pkw entfernte sich unmittelbar unerlaubt von der Unfallstelle. Der junge Mann erlag noch am Unfallort seinen Verletzungen. Eine Gruppe von sieben weiteren jungen Leuten, die hinter dem Mann die Straße überqueren wollten, wurde durch Notfallseelsorger und Polizeibeamte vor Ort betreut. Konkrete Zeugenaussagen zum flüchtigen Pkw gibt es nicht, es soll sich um einen dunklen Kleinwagen handeln.
Die Bundesstraße war ca. 2,5 Stunden für die Unfallaufnahme gesperrt, ein Sachverständiger für Verkehrsunfälle wurde hinzu gezogen. Fahndungsmaßnahmen, auch in den umliegenden Behörden, verliefen bisher negativ. Der verursachende Pkw muss vorne stark beschädigt sein. Hinweise auf ein derart beschädigtes Fahrzeug nimmt die Polizei in Dülmen oder Coesfeld entgegen.
Druck- und sendefähiges Bildmaterial können Sie unter der Rufnummer 0163 7943876 bestellen. Videomaterial wird über die ANC-NEWS-TV GmbH angeboten (zum Video-Angebot).
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© by Andre Braune.de • veröffentlicht am 21.08.2011 •
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