Kreis Coesfeld/Leverkusen/Köln (eigener Bericht). Während am Samstag Fußballfans das Viertelfinalspiele England gegen Frankreich in Leverkusen verfolgten, sorgten rund 200 Einsatzkräfte aus dem Kreis Coesfeld mit 58 Fahrzeugen im Hintergrund für die Sicherheit der Stadionbesucher. Größtenteils ehrenamtliche Helfer machten sich zur Mittagszeit nach einer kurzen Besprechung in zwei Kolonnen auf den Weg von Dülmen nach Leverkusen und Köln zu den dortigen Bereitstellungsräumen. Über mehrere Kilometer zog sich der “Bandwurm” an Einsatzfahrzeugen, die mit eingeschaltetem Blaulicht und zusätzlicher blauer Beflaggung als Verband gekennzeichnet waren. Ein Behandlungsplatz, der bei einem sogenannten Massenanfall von Verletzten bis zu 50 Patienten pro Stunde aufnehmen kann sowie eine Dekontaminationseinheit standen für den Ernstfall bereit.
“In NRW gibt es umfangreiche Absprachen, dass sich Städte und Gemeinden gegenseitig unterstützen. Die Stadt Leverkusen könnte bei einem Ernstfall diese Anzahl von Verletzten alleine nicht versorgen. Daher unterstützt man sich überörtlich”, erklärt der ärztliche Leiter des Kreises Coesfeld, Dr. Hans-Georg Schonlau, warum nicht nur der Kreis Coesfeld mit zahlreichen Helfern vor Ort war. Gleichzeitig beruhigt er aber auch die Bevölkerung im Kreis Coesfeld: “Auch vor Ort ist noch eine umfangreiche Absicherung vorhanden. In Leverkusen befindet sich nur zusätzliches Personal. Die Grundversorgung im Kreis Coesfeld ist absolut gewährleistet. Da braucht sich keiner Sorgen machen.”
Kreisbrandmeister Donald Niehues spricht von einer umfangreichen Planung im Vorfeld. Nicht zuletzt müsse auch das Personal, dass größtenteils aus ehrenamtlichen Helfern besteht, zur Verfügung stehen. Hier lobt er die Arbeitgeber im Kreis Coesfeld, die bereitwillig ihre Mitarbeiter für Einsätze von der Arbeit freistellen und eher im Ausnahmefall eine Bescheinigung als Nachweis anforderten. Der ärztliche Leiter Dr. Hans-Georg Schonlau ergänzt: “Der ganze Katastrophenschutz funktioniert nur durch Ehrenamt. Wenn die ehrenamtlichen Kollegen von DRK und Feuerwehr hier nicht tätig wären, dann würde es das ganze Konzept nicht geben. Das ist gar nicht zu bezahlen. Wenn man hier jeden Mitarbeiter pro Stunde bezahlen müsste, dann wären die Kassen sicherlich sofort absolut leer.”
Vor Ort konnten die Einsatzkräfte das Spiel per Fernseher verfolgen, sich stärken und mit anderen Helfern austauschen – immer dabei im Hinterkopf, dass der Ernstfall und damit Einsatz jederzeit eintreten kann.
Erleichterung trat dann mit dem Schlusspfiff ein. Das Viertelfinale endete ohne Einsatz für die Helfer aus dem Kreis Coesfeld. Erleichtert und auch müde machten sich die zwei Kolonnen nach dem Spiel wieder auf den Rückweg in den Kreis Coesfeld. Gegen Mitternacht löste sich der Verband in Dülmen auf.
Druck- und sendefähiges Bildmaterial können Sie unter der Rufnummer 0163 7943876 bestellen. Videomaterial wird über die ANC-NEWS-TV GmbH angeboten (zum Video-Angebot).
Videomaterial (Vorschau):
Einsatzvideo
O-Ton Donald Niehues, Kreisbrandmeister Kreis Coesfeld
O-Ton Dr. Hans-Georg Schonlau, ärztlicher Leiter des Rettungsdienstes im Kreis Coesfeld
Nicole Scholz, DRK-Kreisverband Coesfeld e. V.
Michael Illner, Feuerwehr Dülmen
Fotostrecke:

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© by Andre Braune.de • veröffentlicht am 10.07.2011 •
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