Coesfeld (eigener Bericht). Das Szenario klingt grausam: Ein auf der Friedhofsallee stadteinwärts fahrender und mit fünf Personen besetzter PKW durchbricht die geschlossene Bahnschranke und wird von einem herannahenden Zug erfasst. Durch die Wucht des Aufpralls wird der PKW durch ein Brückengeländer geschleudert und stürzt dann rund acht Meter tief in die unter der Bahnlinie Coesfeld – Gronau hindurch fließende Berkel. Vier Personen werden im Fahrzeug eingeklemmt und erleiden schwerste Verletzungen. Eine Person wird aus dem Fahrzeug geschleudert und ist ebenfalls schwerstverletzt. Darüber hinaus werden zwei Personen im Zug leicht verletzt und mehrere Fahrgäste stehen unter Schock.
Dieses Schreckensszenario bot sich den Einsatzkräften von Feuerwehr, Rettungsdienst und dem Notfallmanager der Bahn am Samstagnachmittag. Doch glücklicherweise handelte es sich um die Herbstabschlussübung des Löschzugs I der Feuerwehr Coesfeld. Die Unfallopfer wurden nicht verletzt, sondern Mitglieder der realistischen Unfalldarstellung aus Heiden mimten gekonnt die Opfer. Das Blut war Theaterblut, die Wunden wurden mit Theaterschminke realistisch dargestellt. Sogar aus dem verunfallten PKW auslaufende Betriebsstoffe wurden mit einer farbigen, aber unbedenklichen Flüssigkeit simuliert.
Routiniert machten sich die zahlreichen Helfer an die Arbeit, befreiten die vermeintlich schwerverletzten Personen mit schwerem Gerät aus dem Auto und versorgten sie fachmännisch an der Unfallstelle. Erschöpft aber durchweg zufrieden trafen sich die Einsatzkräfte im Anschluss an der Feuerwache zu einem gemütlichen Ausklang. Froh und erleichtert waren alle: “Gott sei dank nur eine Übung!”
Druck- und sendefähiges Bildmaterial können Sie unter der Rufnummer 0163 7943876 bestellen.
Videomaterial (Vorschau):
Einsatzvideo
O-Ton Bernd Lechtenberg, Feuerwehr Coesfeld
O-Ton Martin Ahlers, DRK Coesfeld
O-Ton Johannes Emrich, DB-Notfallmanager
Fotostrecke:

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© by Andre Braune.de • veröffentlicht am 15.10.2011 •
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